Treffen im Vorfeld einer Liquidation die Interessen mehrerer Geschäftsführer oder Liquidatoren aufeinander, bedeutet dies nicht selten, dass auch Streitigkeiten ausgekämpft werden müssen. Bilden sich Allianzen kann es mitunter schwer werden Zugeständnisse zu erzielen und noch rechtzeitig vor dem Erfordernis der Insolvenz dem Weg der Liquidation der GmbH einzuschlagen. An dieser Stelle ist es sehr wichtig die eigenen Interesse offen auszusprechen, aber dabei gleichzeitig nicht aus den Augen zu verlieren. Innerhalb einer Insolvenz können sich die Gläubiger bereits mehr als glücklich schätzen, wenn die geltenden Forderungen in voller Höhe beglichen werden. Fast schon eine Ausnahmesituation bilden Insolvenzen, in denen am Ende sogar noch Geld an die Anteilseigner ausgezahlt werden kann. In der Liquidation ist es dagegen so gut wie immer das Ziel schlussendlich nicht mit komplett leeren Händen dazustehen. Machtspiele sind in diesem Stadium einer GmbH, in der alle Eigentümer das gleiche Interesse einen sollte, somit gänzlich fehl am Platz.
Der Liquidator hat auch das Recht das Amt niederzulegen
Ein Liquidator muss sich in erster Linie durch zwei Aufgaben auszeichnen. Hierzu gehört der Kontakt mit den Gläubigern und die Liquidation aller Sachwerte, die auf den Namen der GmbH laufen. Nicht jeder Liquidator erweist sich in der Praxis als geborener Verkäufer. Genau hier liegt jedoch der Schlüssel, um nach Begleichung aller Verbindlichkeiten über ausreichend Barmittel zur Verteilung an die Anteilseigner zu verfügen. Wer sich von dieser Aufgabe überfordert fühlt, kann vom Amt des Liquidators auch in der laufenden Liquidation noch zurücktreten. Idealerweise werden die Anteilseigner von dieser Entscheidung nicht überrascht, sondern haben bereits im Vorfeld die Möglichkeit erhalten eine alternative Lösung anzustreben. Dazu gehören mitunter auch professionelle Liquidatoren, welche dafür sorgen, dass das Eigentum der GmbH nicht deutlich unter Wert veräußert wird.
Mithilfe einer Beratung lassen sich die Ziele auch schriftlich fixieren
Vor einer Liquidation kann es sich bezahlt machen eine Unternehmensberatung in Anspruch zu nehmen und sich mit allen Anteilseignern auf eine gemeinsame Richtlinie zu verständigen. Diesen Weisungen verpflichtet sich auch der Liquidator, sodass es im Umkehrschluss mit weniger Konflikten verbunden ist, wer diese Aufgabe schlussendlich übertragen bekommt.
