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Atomkraft und die Wirtschaft

Mitte der fünfziger Jahre wurde begonnen die Kernkraft im zivilen Bereich zu nutzen. Damit begann der Bau der ersten Kernkraftwerke. Vorreiter waren hier die damalige Sowjetunion und Großbritannien. Andere Länder folgten diesem Beispiel nur ein paar Jahre später. Zu diesem Zeitpunkt wurden die Kernkraftwerke von der breiten Masse der Bevölkerung und vor allen Dingen von der Industrie weitestgehend akzeptiert. Die Industrie sah in dieser Form der Energiegewinnung große Vorteile, wurden sie doch unabhängiger von anderen Kraftwerken, die den Energiebedarf über die Zeit nicht hätten liefern können. Ein anderer, sehr wichtiger Aspekt für die Industrie war die Tatsache, dass man auch von Energielieferungen aus dem Ausland unabhängiger wurde.

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Die Atomkraft wurde in dieser Zeit auch gegenüber der Bevölkerung als eine saubere, wirtschaftliche und umweltfreundliche Energiegewinnung dargestellt. Inwieweit die Industrie und die Politik sich Gedanken um eine spätere Endsorgung des Atommülls gemacht haben, ist nicht mehr zweifelsfrei festzustellen. Einzig die Atomkraftgegner machten von Anfang an auf anstehende Probleme und eventuelle Sicherheitslücken aufmerksam. Trotzdem wurde an diesem Konzept der Energiegewinnung festgehalten, auch auf Druck der Wirtschaft, deren Bedarf an Energie immer weiter wuchs. Erst die Katastrophe von Tschernobyl leitete ein gewisses Umdenken ein. Die Reaktion darauf war eine Verschärfung der Sicherheitsvorschriften und weitergehende Sicherheitsüberprüfungen. Nachdem es auch zu kleineren Störfällen in den Reaktoren kam, die insbesondere die älteren Kraftwerke betraf, kamen die ersten Gedanken auf, sich von der Kernenergie abzuwenden. Eine Radikallösung, die bedeutete, dass alle Kernkraftwerke abgeschaltet werden sollten, wurde nach der Naturkatastrophe von Fukushima nicht mehr ausgeschlossen. Zum jetzigen Zeitpunkt ist ein Ausstieg aus der Kernenergie bereits beschlossenen.

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